Festgeld Vergleich

Mit Festgeld sicherst du dir einen Zins für eine feste Laufzeit. Oben siehst du die aktuellen Angebote, darunter, wie du Laufzeit, Zinszahlung und Bank passend auswählst.

  • Fester Zins für die gesamte Laufzeit, die Bank kann ihn nicht senken
  • Kein Zugriff vor Laufzeitende, eine Kündigung ist meist ausgeschlossen
  • Gesetzlich gesichert bis 100.000 € je Person und Bank
  • Laufzeiten von wenigen Monaten bis zehn Jahren

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  1. Bigbank

    Festgeld

    1 Jahr3,40 %
    2 Jahre3,50 %
    3 Jahre3,50 %
    5 Jahre3,50 %
    EinlagensicherungEstland
    Mindestanlage1.000 €

    Passt zu dir, wenn du den höchsten Zins willst und mit der estnischen Einlagensicherung gut leben kannst.

    Einzelheiten

    Zinsen bei Auszahlung am Laufzeitende. Mit jährlicher Zinszahlung gibt es für 2 bis 10 Jahre 3,45 %. Anlage von 1.000 € bis 100.000 € je Festgeldvertrag.

    Spricht dafür

    • Höchster 1-Jahres-Zins in unserem Vergleich
    • Laufzeiten von 1 Monat bis 10 Jahre
    • Keine Kontogebühren

    Spricht dagegen

    • Einlagensicherung über Estland, nicht Deutschland
    • Höchstens 100.000 € je Vertrag
    • Jährliche Zinszahlung bringt etwas weniger Zins

    Quelle: Konditionen beim Anbieter, geprüft am 21.9.2026

  2. J&T Direktbank

    Festgeld

    1 Jahr3,30 %
    2 Jahre3,35 %
    3 Jahre3,40 %
    5 Jahre3,40 %
    EinlagensicherungTschechien
    Mindestanlage1.000 €

    Für dich, wenn du über mehrere Jahre einen hohen festen Zins möchtest und eine Bank aus Tschechien akzeptierst.

    Einzelheiten

    Anlage von 1.000 € bis 250.000 € je Festgeldvertrag. Zinszahlung jährlich zum 30.12. und am Laufzeitende auf das Tagesgeldkonto, das automatisch mit eröffnet wird.

    Spricht dafür

    • Hohe Zinsen über alle Laufzeiten
    • Laufzeiten von 6 Monaten bis 10 Jahre
    • Schon ab 1.000 €

    Spricht dagegen

    • Einlagensicherung über Tschechien
    • Zinsen werden jährlich ausgezahlt, kein Zinseszins im Vertrag

    Quelle: Konditionen beim Anbieter, geprüft am 21.9.2026

  3. Opel Direktbank

    Festgeld

    1 Jahr3,11 %
    2 Jahre3,10 %
    3 Jahre3,02 %
    5 Jahrenicht im Angebot
    EinlagensicherungFrankreich
    Mindestanlage1.000 €

    Passt zu dir, wenn du nur 1 bis 3 Jahre anlegen willst und schon mit 1.000 € starten möchtest.

    Einzelheiten

    Zinssatz für die gesamte Laufzeit fest. Zinszahlung jährlich zum Eröffnungstag, wahlweise auf das Tagesgeldkonto oder zurück in den Festgeldvertrag. Mindestanlage 1.000 €, alle Anlagen zusammen höchstens 1.000.000 €.

    Spricht dafür

    • Hoher Zins schon für 1 Jahr
    • Zinseszins durch Wiederanlage möglich
    • Ab 1.000 €

    Spricht dagegen

    • Nur Laufzeiten bis 3 Jahre
    • Einlagensicherung über Frankreich (Stellantis Bank)
    • Vorzeitige Kündigung nicht möglich

    Quelle: Konditionen beim Anbieter, geprüft am 21.9.2026

  4. grenke Bank

    Festgeld

    1 Jahr3,05 %
    2 Jahre3,25 %
    3 Jahre3,30 %
    5 Jahre3,30 %
    EinlagensicherungDeutschland
    Mindestanlage5.000 €

    Für dich, wenn du ab 5.000 € anlegst und eine deutsche Bank mit zusätzlichem Einlagensicherungsfonds suchst.

    Einzelheiten

    Konditionen seit 24.08.2026, gültig für Neuanlagen von 5.000 € bis 500.000 €. Bei Laufzeiten über 12 Monaten fallen die Zinsen jährlich an, auf Wunsch mit Zinseszins.

    Spricht dafür

    • Deutsche Einlagensicherung plus Fonds des Bankenverbands
    • Gute Zinsen für 3 bis 5 Jahre
    • Zinseszins wählbar

    Spricht dagegen

    • Mindestanlage 5.000 €
    • Tagesgeldkonto wird automatisch mit eröffnet

    Quelle: Konditionen beim Anbieter, geprüft am 21.9.2026

  5. Renault Bank direkt

    Festgeld

    1 Jahr3,00 %
    2 Jahre3,10 %
    3 Jahre3,15 %
    5 Jahre3,25 %
    EinlagensicherungFrankreich
    Mindestanlage2.500 €

    Für dich, wenn du größere Beträge ohne Obergrenze fest anlegen willst und 5 Jahre planen kannst.

    Einzelheiten

    Zinssatz für die gewählte Laufzeit garantiert und gültig für das gesamte Guthaben ab 2.500 €. Zinszahlung zum Jahresende und bei Fälligkeit, auf das Festgeld oder das Tagesgeldkonto.

    Spricht dafür

    • Kein Höchstbetrag
    • Zinseszins wählbar
    • Laufzeiten von 1 bis 5 Jahre

    Spricht dagegen

    • Einlagensicherung über Frankreich (RCI Banque)
    • Mindestanlage 2.500 €

    Quelle: Konditionen beim Anbieter, geprüft am 21.9.2026

  6. Volkswagen Bank

    Plus Sparbrief

    1 Jahr3,00 %
    2 Jahre3,10 %
    3 Jahre3,10 %
    5 Jahre2,80 %
    EinlagensicherungDeutschland
    Mindestanlage2.500 €

    Für dich, wenn du dein Geld bei einer deutschen Bank für 1 bis 5 Jahre fest anlegen willst.

    Einzelheiten

    Zinssätze laut Zinsübersicht der Volkswagen Bank, gültig bis 21.09.2026: 3,00 % (1 Jahr), 3,10 % (2 und 3 Jahre), 2,80 % (5 Jahre). Ab 22.09.2026 gelten 3,20 % (1 Jahr), 3,30 % (2 und 3 Jahre) und 3,20 % (5 Jahre). Mindestanlage 2.500 €.

    Spricht dafür

    • Bank aus Deutschland mit deutscher Einlagensicherung
    • Gleichmäßig gute Zinsen von 1 bis 5 Jahren
    • Keine Kontogebühren

    Spricht dagegen

    • Mindestanlage 2.500 €
    • Sparbrief ist vor Ablauf nicht kündbar

    Quelle: Konditionen beim Anbieter, geprüft am 21.9.2026

  7. Hanseatic Bank

    SparBrief

    1 Jahr2,96 %
    2 Jahre3,11 %
    3 Jahre3,16 %
    5 Jahre2,00 %
    EinlagensicherungDeutschland
    Mindestanlage2.500 €

    Passt zu dir, wenn du 2 bis 3 Jahre bei einer Hamburger Bank mit Einlagensicherungsfonds anlegen willst.

    Einzelheiten

    Zins je nach Laufzeit des SparBriefs, 1 bis 6 Jahre. Anlage ab 2.500 €. Zinsen jährlich oder am Ende der Laufzeit.

    Spricht dafür

    • Deutsche Einlagensicherung plus Fonds des Bankenverbands
    • Stärkster Zins bei 3 Jahren
    • Keine Gebühren

    Spricht dagegen

    • Für 5 Jahre nur 2,00 %
    • Mindestanlage 2.500 €

    Quelle: Konditionen beim Anbieter, geprüft am 21.9.2026

  8. 1822direkt

    Festgeldkonto

    1 Jahr2,90 %
    2 Jahre3,20 %
    3 Jahrenicht im Angebot
    5 Jahrenicht im Angebot
    EinlagensicherungDeutschland
    Mindestanlage5.000 €

    Für dich, wenn du Geld für 1 bis 2 Jahre bei einer Tochter der Frankfurter Sparkasse parken willst.

    Einzelheiten

    Laufzeiten 6, 12 und 24 Monate, Anlage von 5.000 € bis 1.000.000 €. Zinsgutschrift jährlich oder zum Laufzeitende auf das Verrechnungskonto. Neukunden bekommen automatisch ein Tagesgeldkonto mit dazu.

    Spricht dafür

    • Guter Zins für 2 Jahre
    • Sparkassen-Gruppe im Hintergrund

    Spricht dagegen

    • Keine Laufzeiten über 2 Jahre
    • Mindestanlage 5.000 €

    Quelle: Konditionen beim Anbieter, geprüft am 21.9.2026

  9. Suresse Direkt Bank

    Festgeld

    1 Jahr2,75 %
    2 Jahre2,80 %
    3 Jahre2,80 %
    5 Jahrenicht im Angebot
    EinlagensicherungSpanien
    Mindestanlage1.000 €

    Passt zu dir, wenn du kleinere Beträge ab 1.000 € für bis zu 4 Jahre anlegen willst.

    Einzelheiten

    Laufzeiten 6 Monate bis 4 Jahre. Anlage von 1.000 € bis 200.000 € je Festgeld. Ein kostenloses Tagesgeldkonto dient als Referenzkonto.

    Spricht dafür

    • Ab 1.000 €
    • Gehört zur Santander-Gruppe

    Spricht dagegen

    • Einlagensicherung über Spanien (Open Bank)
    • Keine Laufzeit über 4 Jahre
    • Zins unter dem der Spitzenreiter

    Quelle: Konditionen beim Anbieter, geprüft am 21.9.2026

  10. Consorsbank

    Festgeld

    1 Jahr2,50 %
    2 Jahre2,50 %
    3 Jahre2,50 %
    5 Jahre2,70 %
    EinlagensicherungFrankreich
    Mindestanlage2.500 €

    Für dich, wenn du dein Depot schon bei der Consorsbank hast und alles bei einer Bank halten willst.

    Einzelheiten

    Anlagebetrag 2.500 € bis 1.000.000 €. Laufzeiten 6 bis 60 Monate. Das Angebot gilt nicht für Kunden, die über DAB BNP Paribas oder BNP Paribas Wealth Management betreut werden.

    Spricht dafür

    • Hoher Höchstbetrag bis 1 Mio. €
    • Praktisch neben Depot und Tagesgeld

    Spricht dagegen

    • Zinsen deutlich unter den Spitzenangeboten
    • Einlagensicherung über Frankreich (BNP Paribas)

    Quelle: Konditionen beim Anbieter, geprüft am 21.9.2026

  11. Santander

    Festgeld

    1 Jahr2,25 %
    2 Jahre2,25 %
    3 Jahre2,35 %
    5 Jahre2,25 %
    EinlagensicherungDeutschland
    Mindestanlage2.500 €

    Für dich, wenn du schon Kunde bei Santander bist und Beratung in einer Filiale möchtest.

    Einzelheiten

    Mindestgeldeinlage 2.500 €. Du legst das Festgeld im Santander Online-Banking unter Produkte an. Den höchsten Zins von 2,50 % gibt es für 4 Jahre.

    Spricht dafür

    • Filialen für persönliche Beratung
    • Laufzeiten bis 8 Jahre

    Spricht dagegen

    • Niedrige Zinsen
    • Eröffnung über das Santander Online-Banking

    Quelle: Konditionen beim Anbieter, geprüft am 21.9.2026

  12. pbb direkt

    Festgeld

    1 Jahr1,50 %
    2 Jahre1,75 %
    3 Jahre3,25 %
    5 Jahre3,35 %
    EinlagensicherungDeutschland
    Mindestanlage1.000 € je Kunde

    Passt zu dir, wenn du 3 bis 10 Jahre bei einer deutschen Pfandbriefbank anlegen willst. Für kurze Laufzeiten gibt es Besseres.

    Einzelheiten

    Zinsen für Festgeld in Euro laut Zinsrechner der Bank. Zinsen in der Regel am Laufzeitende, bei 2, 3, 5 und 10 Jahren auch jährlich wählbar. Konto nur zusammen mit einem Tagesgeldkonto.

    Spricht dafür

    • Bank aus Deutschland, gute Zinsen ab 3 Jahren
    • Laufzeiten bis 10 Jahre

    Spricht dagegen

    • Sehr niedriger Zins für 1 und 2 Jahre
    • Mindestanlage gilt je Kunde über alle Konten

    Quelle: Konditionen beim Anbieter, geprüft am 21.9.2026

Stand der Konditionen: 21.9.2026 Sortiert nach dem Zins für 1 Jahr Laufzeit, bei Gleichstand nach den längeren Laufzeiten So vergleichen wir

Redaktion Kontenvergleich.net, geprüft im September 2026

Festgeld ist eine Geldanlage mit festem Zins und fester Laufzeit. Du legst einen Betrag für drei Monate, ein Jahr oder fünf Jahre bei einer Bank an, und sie zahlt dir den vereinbarten Zins bis zum letzten Tag, egal wie sich der Markt entwickelt. Vor Ablauf kommst du an das Geld in der Regel nicht heran. Die Liste oben zeigt, welche Banken für welche Laufzeit gerade gut zahlen.

Wie Festgeld funktioniert

Du eröffnest bei der Bank ein Festgeldkonto, oft zusammen mit einem Tagesgeldkonto als Verrechnungskonto. Dann überweist du den Anlagebetrag und wählst die Laufzeit. Ab dem vereinbarten Starttag läuft der Zins.

Während der Laufzeit passiert nichts. Du kannst nicht nachzahlen, nichts abheben, und die Bank kann den Zins nicht ändern. Am Ende zahlt sie dir das Kapital und die Zinsen aus oder legt es neu an, je nachdem, was du vereinbart hast.

Der Unterschied zum Tagesgeld liegt in einem Tausch. Du gibst die Verfügbarkeit auf und bekommst dafür Planbarkeit. Welche Variante für welchen Teil deines Geldes passt, klärt der Ratgeber Tagesgeld oder Festgeld mit einer Entscheidungstabelle.

Laufzeiten: von drei Monaten bis zehn Jahren

Die meisten Banken bieten Laufzeiten zwischen drei Monaten und fünf Jahren an, einige auch sieben oder zehn Jahre. Wähle die Laufzeit nach deinem Bedarf, nicht nach dem höchsten Zins.

LaufzeitPasst, wenn …Achte auf
3 bis 6 Monatedu einen Betrag kurz parken willst, etwa bis zur Steuerzahlung oder zum AutokaufVorteil gegenüber Tagesgeld oft gering
1 Jahrdu das Geld sicher ein Jahr nicht brauchstbeliebteste Laufzeit, viel Auswahl
2 bis 3 Jahreein Ziel mit festem Datum anstehtZinsabstand zu einem Jahr prüfen
4 bis 5 Jahredu einen Teil deiner Rücklagen langfristig sichern willstdu kommst lange nicht heran
7 bis 10 Jahredu sehr langfristig planst und keine Kursschwankung willstInflationsrisiko über lange Zeit

Eine einfache Regel hilft: Leg nur so lange fest, wie du sicher bist, das Geld nicht zu brauchen. Ein Notgroschen gehört nie ins Festgeld.

Zinsstruktur: warum lange Laufzeiten nicht immer mehr bringen

Normalerweise zahlen Banken für längere Laufzeiten mehr Zins. Du bindest dich länger, dafür gibt es einen Aufschlag. Diese Kurve kann aber flach sein oder sich sogar umkehren. Dann zahlt ein Jahr Festgeld genauso viel oder mehr als fünf Jahre.

Das passiert, wenn der Markt sinkende Zinsen erwartet. Die Bank will sich dann nicht lange zu einem hohen Satz verpflichten. In Phasen steigender Leitzinsen ist es oft umgekehrt, und lange Laufzeiten ziehen stärker an.

Die EZB hat ihren Einlagensatz im Juni und im September 2026 angehoben. Seit dem 16. September 2026 liegt er bei 2,50 %. Festgeldzinsen reagieren darauf oft schneller als Tagesgeldzinsen, weil Banken sich über Festgeld planbar finanzieren. Was daraus für die kommenden Jahre folgt, kann niemand sicher sagen.

Wer nicht auf eine Zinsprognose wetten will, verteilt das Geld über mehrere Laufzeiten. Dazu gleich mehr bei der Festgeldtreppe.

Zinsauszahlung: jährlich oder am Ende

Bei Laufzeiten über ein Jahr gibt es zwei Modelle. Entweder zahlt die Bank die Zinsen jedes Jahr aus, oder sie schreibt sie dem Festgeld zu und zahlt alles am Ende. Beim zweiten Modell verzinsen sich die Zinsen mit.

Der Zinseszins ist dabei selten der Grund für eine Wahl. Wichtiger ist die Steuer. Zinsen werden in dem Jahr versteuert, in dem du sie bekommst.

Bei kleineren Beträgen oder wenn dein Freibetrag ohnehin nicht ausgeschöpft wird, spielt der Unterschied keine Rolle. Wie viel Zinsen dein Betrag über die gewählte Laufzeit bringt, rechnest du mit dem Festgeldrechner aus.

Kündigung: kommst du vorher an dein Geld?

In der Regel nicht. Festgeld ist gerade deshalb höher verzinst, weil die Bank fest mit deinem Geld planen kann. Ein Recht auf vorzeitige Kündigung sehen die meisten Verträge nicht vor.

Manche Banken lassen trotzdem mit sich reden. Sie zahlen dann vorzeitig aus, behalten aber einen Teil der Zinsen ein oder berechnen eine Vorfälligkeitsgebühr. Andere erlauben die Auflösung nur im Todesfall. Ob und zu welchen Bedingungen deine Bank eine Ausnahme macht, steht in den Bedingungen für das Festgeld.

Rechne im Zweifel so, als gäbe es keinen Ausweg. Brauchst du vielleicht doch früher Geld, nimm eine kürzere Laufzeit oder baue eine Treppe. Wenn es schon passiert ist, hilft dir der Ratgeber Festgeld vorzeitig kündigen mit den Möglichkeiten, die dir dann noch bleiben.

Prolongation: was am Laufzeitende passiert

Endet die Laufzeit, gibt es zwei Möglichkeiten. Die Bank überweist das Geld auf dein Verrechnungs- oder Referenzkonto, oder sie legt es automatisch erneut an. Diese automatische Verlängerung heißt Prolongation.

Die Prolongation ist bequem, hat aber einen Haken. Die neue Anlage läuft meist zum dann gültigen Zins der Bank, und der kann unter dem liegen, was andere Banken zahlen. Außerdem ist das Geld wieder für die volle Laufzeit gebunden.

Prüfe deshalb bei jedem Festgeld zwei Dinge:

  1. Was die Bank bei Ablauf standardmäßig macht: auszahlen oder verlängern.
  2. Bis wann du die Einstellung ändern kannst. Oft geht das nur bis wenige Tage vor dem Ende.

Trag dir das Enddatum mit etwas Vorlauf in den Kalender ein. Dann entscheidest du selbst, ob du bei der Bank bleibst. Mehr zu den Fristen und typischen Klauseln steht im Ratgeber zur Festgeld-Verlängerung.

Die Festgeldtreppe

Mit einer Treppe teilst du deinen Anlagebetrag auf mehrere Laufzeiten auf. So wird regelmäßig ein Teil frei, und du musst nicht auf den richtigen Zeitpunkt für die ganze Summe setzen.

Die Treppe verbindet zwei Ziele, die sich sonst widersprechen: den höheren Zins langer Laufzeiten und regelmäßigen Zugriff. Wie viele Stufen sinnvoll sind und wie du die Treppe bei mehreren Banken verteilst, erklärt der Ratgeber zur Zinstreppe.

Festgeld bei Banken im EU-Ausland

Ein großer Teil der Spitzenzinsen kommt von Banken aus anderen EU-Ländern. Du legst dort entweder direkt an oder über eine Zinsplattform, die dir mit einem Konto Zugang zu vielen Banken gibt.

Die gesetzliche Sicherung beträgt auch dort 100.000 € je Person und Bank. Zuständig ist aber die Einlagensicherung des Heimatlandes, und im Ernstfall wendest du dich dorthin. Welches System gilt, steht im Informationsbogen für den Einleger, den die Bank vor dem Abschluss aushändigen muss.

Steuerlich ist Auslandsfestgeld aufwendiger. Die ausländische Bank behält meist keine deutsche Abgeltungsteuer ein, und dein Freistellungsauftrag wirkt dort nicht. Du gibst die Zinsen in der Anlage KAP an. Einige Länder erheben eine Quellensteuer, die du dir anrechnen oder zurückholen musst. Bei mehrjährigem Festgeld mit Zinsen am Ende kommt das in einem einzigen Jahr zusammen, rechne das vorher durch.

Bei Banken aus Ländern ohne Euro achte darauf, in welcher Währung das Konto geführt wird. Ein Wechselkursverlust frisst den Zinsvorteil schnell auf. Die Einzelheiten stehen im Ratgeber Tagesgeld im Ausland, sie gelten für Festgeld genauso.

Große Beträge: auf mehrere Banken verteilen

Die gesetzliche Einlagensicherung schützt 100.000 € je Person und Bank. Zinsen, die während der Laufzeit auflaufen, zählen mit. Legst du 98.000 € für fünf Jahre an, kann das Guthaben mit Zinsen die Grenze überschreiten, bevor die Anlage endet.

Plane deshalb mit Abstand zur Grenze und verteile größere Summen auf mehrere Banken. Das lässt sich gut mit einer Treppe verbinden: jede Stufe bei einer anderen Bank. Welche Sonderregeln für kurzfristig hohe Guthaben gelten, etwa nach einem Hausverkauf, steht im Ratgeber zur Einlagensicherung.

Was nach Steuer und Inflation übrig bleibt

Der Zins auf dem Kontoauszug ist nicht dein Ertrag. Davon gehen Steuern ab, sobald dein Sparerpauschbetrag aufgebraucht ist, und die Inflation nagt am Wert des ganzen Betrags. Was danach bleibt, heißt Realzins.

Festgeld schützt dein Geld also vor Kursverlusten, nicht zuverlässig vor der Teuerung. Das ist kein Grund, darauf zu verzichten. Es ist aber ein Grund, lange Laufzeiten mit niedrigem Zins kritisch zu sehen. Wie du den Realzins für deine Situation abschätzt, erklärt der Ratgeber zum Sparen bei Inflation.

Schritt für Schritt zum Festgeld

  1. Laufzeit festlegen. Frag dich, wann du das Geld frühestens brauchen könntest, und bleib darunter.
  2. Angebote vergleichen. Schau in der Liste auf Zins, Mindestbetrag und Art der Zinszahlung.
  3. Bank prüfen. Sitz, Einlagensicherung und Rating stehen im Informationsbogen für den Einleger.
  4. Konto eröffnen. Die Legitimation per Video oder Online-Ausweis dauert meist wenige Minuten. Halte die IBAN deines Girokontos bereit.
  5. Geld überweisen und Anlage bestätigen. Bei manchen Banken musst du die Festgeldanlage nach dem Geldeingang noch einmal ausdrücklich im Online-Banking starten.
  6. Ablauf regeln. Stell ein, ob die Bank am Ende auszahlt oder verlängert, und notiere dir das Datum.

Der fünfte Schritt wird gern übersehen. Liegt dein Geld nur auf dem Verrechnungskonto, bekommt es den Tagesgeldzins der Bank und nicht den Festgeldzins, bis du die Anlage auslöst.

Checkliste vor dem Abschluss

  • Du brauchst das Geld sicher nicht vor dem Laufzeitende.
  • Dein Notgroschen liegt getrennt auf einem Tagesgeldkonto.
  • Der Betrag liegt zusammen mit anderen Guthaben bei dieser Bank unter 100.000 €.
  • Du kennst Sitz und Einlagensicherung der Bank.
  • Du weißt, ob die Zinsen jährlich oder am Ende kommen, und hast die Steuer bedacht.
  • Du weißt, was bei Ablauf passiert, und hast das Datum notiert.
  • Dein Freistellungsauftrag ist passend verteilt, bei Banken im Ausland planst du die Anlage KAP ein.

Für wen Festgeld sich rechnet

Festgeld passt zu Geld, dessen Zeitplan du kennst. Das kann der Betrag für die Wohnungsrenovierung in zwei Jahren sein, das Polster, das du für die Rente zurücklegst, oder einfach der Teil deiner Ersparnisse, den du auch im Notfall nicht anfassen würdest.

Es passt nicht zu Geld, das du jederzeit brauchen könntest. Dafür ist Tagesgeld da. Und für Ziele in fünfzehn oder zwanzig Jahren bringt Festgeld nach Steuern und Inflation oft wenig, dort kommen Anlagen mit höherer Renditechance und mehr Schwankung infrage. Wer das ruhige Gefühl eines festen Zinses schätzt, kombiniert: ein Tagesgeldkonto für die Reserve, darüber eine Treppe aus Festgeld.

Häufige Fragen

Was passiert mit meinem Festgeld, wenn die Zinsen während der Laufzeit steigen?

Nichts. Dein Zins bleibt bis zum Ende der Laufzeit gleich, auch wenn neue Angebote mehr zahlen. Umgekehrt schützt dich derselbe Mechanismus, wenn die Zinsen fallen. Genau dafür schließt du Festgeld ab.

Gibt es beim Festgeld einen Mindestbetrag?

Meistens ja. Er liegt je nach Bank zwischen wenigen hundert und einigen tausend Euro. Einen Höchstbetrag gibt es ebenfalls häufig. Die genauen Werte stehen bei jedem Angebot in der Liste oben.

Kann ich auf ein laufendes Festgeldkonto nachzahlen?

In der Regel nicht. Festgeld wird einmal zu Beginn eingezahlt. Für zusätzliches Geld eröffnest du eine neue Anlage, meist mit wenigen Klicks im selben Online-Banking.

Brauche ich für Festgeld ein Tagesgeldkonto bei derselben Bank?

Bei vielen Banken ja. Das Tagesgeldkonto dient dann als Verrechnungskonto: Von dort geht das Geld ins Festgeld, und dorthin fließen Zinsen und Rückzahlung. Kosten verursacht das keine. Andere Banken zahlen direkt auf dein Referenzkonto aus.

Ist Festgeld eine sichere Geldanlage?

Beim Nennwert ja: Du bekommst am Ende den eingezahlten Betrag plus Zinsen, und bis 100.000 € je Person und Bank schützt dich die gesetzliche Einlagensicherung. Ein Risiko bleibt die Inflation. Steigen die Preise stärker als dein Zins nach Steuern, verliert das Geld an Kaufkraft.

Wie wird Festgeld besteuert, wenn die Zinsen erst am Ende kommen?

Die Zinsen werden in dem Jahr versteuert, in dem sie dir gutgeschrieben werden. Bei mehrjährigem Festgeld mit Auszahlung am Ende kommen alle Zinsen in einem Jahr zusammen und überschreiten leicht den Sparerpauschbetrag. Jährliche Zinszahlung verteilt die Steuerlast.

Was ist der Unterschied zwischen Festgeld und Sparbrief?

Wirtschaftlich kaum einer: Beide haben einen festen Zins und eine feste Laufzeit. Rechtlich ist der Sparbrief ein Wertpapier oder eine Urkunde, Festgeld eine Kontoeinlage. Die Einzelheiten stehen im Ratgeber Sparbrief oder Festgeld.

Kann ich Festgeld gemeinsam mit meinem Partner anlegen?

Ja, viele Banken bieten Gemeinschaftskonten an. Dann hat jeder Inhaber einen eigenen Anspruch auf die Einlagensicherung, zu zweit sind das bis 200.000 €. Für die Steuer könnt ihr einen gemeinsamen Freistellungsauftrag über 2.000 € erteilen, wenn ihr zusammen veranlagt werdet.

Ratgeber zu Festgeld