Nimm Tagesgeld für Geld, das du jederzeit brauchen könntest, und Festgeld für Geld, von dem du sicher weißt, dass du es bis zu einem bestimmten Datum nicht anfasst. Tagesgeld ist flexibel, aber sein Zins kann jederzeit sinken. Festgeld bindet dein Geld, sichert dir dafür den Zins bis zum Laufzeitende. Die meisten Sparer fahren mit einer Mischung am besten: ein Polster im Tagesgeld, der Rest gestaffelt im Festgeld.
Die Unterschiede in einer Tabelle
| Tagesgeld | Festgeld | |
|---|---|---|
| Verfügbarkeit | jederzeit, meist am nächsten Bankarbeitstag auf dem Girokonto | erst am Ende der Laufzeit |
| Zins | variabel, die Bank kann ihn ändern | fest für die ganze Laufzeit |
| Laufzeit | keine | wenige Monate bis zehn Jahre |
| Nachzahlen | jederzeit | nein, neue Anlage nötig |
| Einlagensicherung | bis 100.000 € je Person und Bank | bis 100.000 € je Person und Bank |
| Steuer | 25 % Abgeltungsteuer plus Soli, Sparerpauschbetrag 1.000 € | gleich, Zinsen zählen im Jahr der Gutschrift |
| Typischer Fehler | Geld bleibt nach Ende des Lockzinses liegen | Laufzeit zu lang gewählt |
Die Sicherheit ist bei beiden gleich. Das überrascht viele. Festgeld ist nicht „sicherer“, es ist nur weniger flexibel.
Die Entscheidungstabelle
Geh deine Ersparnisse Posten für Posten durch und ordne jeden Betrag einer Zeile zu.
| Wofür ist das Geld? | Wann brauchst du es? | Passt eher |
|---|---|---|
| Notgroschen für Jobverlust, Reparaturen, Krankheit | jederzeit | Tagesgeld |
| Rücklage für Urlaub, Möbel, Geschenke | in den nächsten 12 Monaten | Tagesgeld |
| Geld für ein Auto oder eine Renovierung | in einem bis drei Jahren, Datum ungefähr bekannt | Festgeld mit passender Laufzeit |
| Eigenkapital für eine Immobilie | in zwei bis fünf Jahren, Datum offen | Mischung, zum Beispiel eine Festgeldtreppe |
| Reserve, die du „für alle Fälle“ ansparst | unbekannt, vermutlich lange nicht | Festgeld in Stufen, Teile im Tagesgeld |
| Altersvorsorge | in 15 Jahren oder später | für beide oft zu renditeschwach |
Die dritte Spalte hängt an einer Frage: Wie sicher bist du dir beim Datum? Je sicherer, desto eher Festgeld. Wenn du zögerst, bleib beim Tagesgeld oder wähle eine kürzere Laufzeit.
Wie viel mehr bringt Festgeld wirklich?
Festgeld zahlt meist etwas mehr als Tagesgeld, aber nicht immer. Wenn die Banken fallende Zinsen erwarten, kann ein Jahr Festgeld sogar weniger bringen als ein gutes Neukundenangebot beim Tagesgeld. Vergleiche deshalb die aktuellen Sätze, bevor du dich festlegst.
Für deine eigenen Zahlen nimm den Festgeldrechner und den Tagesgeldrechner nebeneinander.
Die Lage im September 2026
Die EZB hat ihren Einlagensatz im Juni und im September 2026 angehoben, seit dem 16. September 2026 liegt er bei 2,50 %. In einer solchen Phase ziehen Tagesgeldzinsen oft nach, weil Banken ihre variablen Sätze anpassen können. Wer jetzt lange Festgeldlaufzeiten abschließt, sichert sich den aktuellen Satz, verzichtet aber auf mögliche weitere Anstiege.
Eine Prognose, wohin die Zinsen gehen, können wir dir nicht seriös geben. Deshalb raten wir zu einer Aufteilung, die ohne Prognose auskommt.
Drei Töpfe: eine Aufteilung, die fast immer passt
Topf 1: Notgroschen im Tagesgeld. Drei bis sechs Monatsausgaben. Dieses Geld bleibt immer verfügbar, auch wenn Festgeld gerade mehr bringt. Wie du den Betrag für dich ausrechnest, steht im Ratgeber zum Notgroschen.
Topf 2: Geplante Ausgaben. Alles, was in den nächsten zwölf Monaten fällig wird, ebenfalls ins Tagesgeld. Steht das Datum fest und liegt es weiter als ein halbes Jahr entfernt, kommt auch ein kurzes Festgeld infrage.
Topf 3: Langfristige Reserve. Was übrig bleibt, verteilst du auf Festgeld mit unterschiedlichen Laufzeiten. Mit einer Zinstreppe wird jedes Jahr ein Teil frei, und du bist nie ganz an einen Zinssatz gebunden.
Sonderfälle
Mehr als 100.000 €. Die gesetzliche Einlagensicherung gilt je Person und Bank. Verteile größere Summen auf mehrere Institute, egal ob Tagesgeld oder Festgeld. Details stehen im Ratgeber zur Einlagensicherung.
Rücklage für die Steuer. Selbstständige, die Vorauszahlungen oder eine Nachzahlung erwarten, kennen den Fälligkeitstermin oft genau. Ein Festgeld, das ein paar Tage vorher endet, passt dann gut. Plane einen Puffer ein, falls der Bescheid früher kommt.
Geld aus einem Verkauf, dessen Verwendung noch offen ist. Park es zunächst im Tagesgeld. Entscheide über Laufzeiten erst, wenn du weißt, was du damit vorhast.
Typische Fehler bei der Entscheidung
Alles ins Festgeld, weil der Zins höher ist. Dann fehlt beim ersten Notfall das Geld, und du greifst zum teuren Dispokredit. Die Zinsen dafür fressen den Vorteil des Festgelds mehrfach auf.
Alles im Tagesgeld, weil man sich nicht festlegen will. Das ist bequem. Wenn die Zinsen fallen, sinkt dein Ertrag aber sofort mit.
Die längste Laufzeit wählen, weil sie am meisten zahlt. Zehn Jahre sind lang. Ein Umzug, ein Kind oder ein Jobwechsel ändern deine Pläne schneller, als ein Festgeld abläuft.
Das Ende des Festgelds verpassen. Viele Banken verlängern automatisch zum dann gültigen Satz. Leg dir eine Erinnerung an.
Aktuelle Angebote: Tagesgeld
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Renault Bank direkt
Tagesgeld
Zins p. a.4,10 %Zins garantiert4 MonateFür wenNeukundenEinlagensicherungFrankreichZinsgutschriftmonatlichPasst, wenn du vier Monate den höchsten Neukundenzins mitnehmen willst und danach wieder wechseln magst.
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Tagesgeldkonto
Zins p. a.4,00 %Zins garantiert4 MonateFür wenNeukundenEinlagensicherungDeutschlandZinsgutschriftmonatlichPasst, wenn du eine große Summe bis 500.000 € für ein paar Monate hoch verzinst parken willst.
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Ayvens Bank
Online-Sparkonto
Zins p. a.4,00 %Zins garantiert3 MonateFür wenNeukundenEinlagensicherungNiederlandeZinsgutschriftmonatlichPasst, wenn dir drei Monate hoher Zins reichen und du eine Bank aus den Niederlanden in Ordnung findest.
Stand der Konditionen: 21.9.2026 Sortiert nach Zins p. a., bei gleichem Zins nach der längeren Zinsgarantie So vergleichen wir
Häufige Fragen
Ist Festgeld sicherer als Tagesgeld?
Nein. Beide sind Bankeinlagen und fallen unter dieselbe gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € je Person und Bank. Der Unterschied liegt beim Zins und bei der Verfügbarkeit, nicht bei der Sicherheit des Geldes.
Kann ich von Tagesgeld auf Festgeld umschichten, wenn die Zinsen steigen?
Ja, jederzeit. Tagesgeld hat keine Kündigungsfrist. Umgekehrt geht es nicht: Festgeld kommt erst zum Laufzeitende frei. Deshalb ist es oft klüger, Geld im Tagesgeld zu lassen, bis du dich für eine Laufzeit entschieden hast.
Lohnt sich Festgeld für kleine Beträge?
Bei ein paar tausend Euro ist der Unterschied in Euro klein. Bei 3.000 € bringt ein halber Prozentpunkt mehr 15 € im Jahr. Wenn du dafür auf Verfügbarkeit verzichtest, lohnt sich das selten. Achte außerdem auf Mindestbeträge, die bei manchen Banken höher liegen.
Was ist mit Geld, das ich in zwanzig Jahren brauche?
Dafür sind Tagesgeld und Festgeld meist zu renditeschwach. Über so lange Zeiträume kommen breit gestreute Anlagen wie ein ETF-Sparplan infrage, mit dem Risiko zwischenzeitlicher Verluste. Wir geben dazu keine Empfehlung, sondern erklären die Unterschiede.