Redaktion Kontenvergleich.net, geprüft im September 2026
Ein Tagesgeldkonto ist ein verzinstes Sparkonto ohne feste Laufzeit. Du zahlst ein, wann du willst, und holst dein Geld jederzeit ohne Kündigungsfrist zurück, meist innerhalb eines Bankarbeitstags auf dein Girokonto. Der Preis für diese Freiheit: Die Bank darf den Zins jederzeit ändern. Gebühren fallen bei seriösen Angeboten keine an. Die Liste oben zeigt dir, welche Banken im Moment gute Zinsen zahlen und wie lange diese gelten.
So funktioniert ein Tagesgeldkonto
Du eröffnest das Konto online, bestätigst deine Identität per Video, Online-Ausweis oder Postfiliale und hinterlegst ein Referenzkonto. Das ist in der Regel dein Girokonto. Nur dorthin kannst du Geld vom Tagesgeldkonto überweisen. Diese Sperre schützt dich: Wer an deine Zugangsdaten kommt, kann das Geld nicht auf ein fremdes Konto schicken.
Einzahlen kannst du von jedem Konto. Die Zinsen berechnet die Bank taggenau auf den Kontostand, auch wenn das Geld nur ein paar Tage auf dem Konto liegt. Ein Mindestbetrag ist selten nötig. Manche Banken zahlen den vollen Zins allerdings nur bis zu einer Obergrenze, alles darüber bekommt einen niedrigeren Satz.
Tagesgeld ersetzt das Girokonto nicht. Lastschriften, Karten und Daueraufträge an Dritte laufen darüber nicht. Es ist der Parkplatz für Geld, das du nicht jeden Monat brauchst, aber jederzeit brauchen könntest: die Rücklage für die Autoreparatur, das Geld für den nächsten Urlaub, dein Notgroschen.
Tagesgeld, Festgeld oder Sparbuch
| Tagesgeld | Festgeld | Sparbuch | |
|---|---|---|---|
| Verfügbar | jederzeit | erst am Laufzeitende | bis 2.000 € im Monat, sonst Kündigungsfrist |
| Zins | variabel | fest für die Laufzeit | variabel, meist sehr niedrig |
| Eröffnung | online, wenige Minuten | online, wenige Minuten | meist in der Filiale |
| Gut für | Rücklagen, Notgroschen, Geld mit offenem Zweck | Geld, das du sicher erst in ein bis fünf Jahren brauchst | kaum noch eine Anwendung |
Wenn du schwankst, ob ein Teil deines Geldes besser fest angelegt wäre, hilft dir unser Ratgeber Tagesgeld oder Festgeld mit einer Entscheidungstabelle.
Neukundenzins und Bestandskundenzins
Die meisten hohen Zinsen in Vergleichen sind Lockangebote für Neukunden. Die Bank zahlt den erhöhten Satz für eine begrenzte Zeit, oft drei bis sechs Monate, manchmal auch zwölf. Danach fällt der Zins auf den Bestandskundensatz, und der liegt häufig deutlich darunter.
Das ist kein Trick, solange du es weißt. Es wird nur dann teuer, wenn du den Stichtag verpasst und dein Geld jahrelang zum schwachen Bestandszins liegen lässt.
Rechne deshalb über zwölf Monate. Der höchste Zins in der Überschrift sagt wenig, wenn er nur kurz gilt.
Genau dieses Weiterziehen nennt man Zinshopping. Es funktioniert, kostet aber Zeit und eine Kontoeröffnung nach der anderen. Wie du es sauber organisierst und woran du erkennst, ob du als Neukunde giltst, steht im Ratgeber zu Neukundenzinsen.
Zinsgarantie: was sie verspricht und was nicht
Tagesgeld hat einen variablen Zins. Die Bank darf ihn senken oder erhöhen, und sie muss dich darüber informieren, meist per Nachricht im Online-Postfach. Eine Kündigungsfrist für dich gibt es nicht, du kannst also jederzeit reagieren.
Eine Zinsgarantie ist das Versprechen der Bank, den Satz für einen festen Zeitraum nicht zu senken. Steht in den Bedingungen „garantiert bis 31.03.“, darf die Bank den Zins bis dahin nicht kürzen. Fehlt so ein Datum, ist der Zins frei veränderbar, auch bei Neukundenaktionen.
Lies bei Aktionen drei Dinge im Kleingedruckten nach:
- Bis zu welchem Datum oder wie viele Monate der Satz gilt.
- Bis zu welchem Betrag er gilt. Oft bekommt nur ein Teil des Guthabens den hohen Zins.
- Ob der Satz garantiert ist oder nur „derzeit“ gilt.
Eine Zinsgarantie beim Tagesgeld ist schwächer als der feste Zins beim Festgeld. Sie läuft kürzer, und hinterher bist du wieder dem Markt ausgesetzt. Wer einen Zins über Jahre sichern will, schaut beim Festgeld.
Einlagensicherung nach Land
In der Europäischen Union und im Europäischen Wirtschaftsraum sind Einlagen bei Banken gesetzlich bis 100.000 € je Person und Bank geschützt. Die Grenze gilt für alle Konten einer Person bei derselben Bank zusammen, also für Giro-, Tagesgeld- und Festgeldkonto gemeinsam. Bei einem Gemeinschaftskonto hat jeder Inhaber einen eigenen Anspruch, zu zweit sind es damit bis 200.000 €.
Grundlage ist die EU-Richtlinie 2014/49/EU, die in Deutschland im Einlagensicherungsgesetz umgesetzt ist. Im Entschädigungsfall zahlt die Sicherung innerhalb von sieben Arbeitstagen, ohne dass du einen Antrag stellen musst.
| Bank | Wer sichert | Was dazukommt |
|---|---|---|
| Private Bank mit Sitz in Deutschland | Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB), 100.000 € | Viele sind freiwillig im Einlagensicherungsfonds des Bankenverbands, der deutlich höhere Beträge schützt |
| Sparkasse | Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe, 100.000 € | Institutssicherung: der Verbund stützt das Institut, damit es gar nicht erst ausfällt |
| Volks- oder Raiffeisenbank | Institutssicherung des BVR, 100.000 € | wie bei den Sparkassen |
| Bank aus einem anderen EU-Land | Einlagensicherung des Heimatlandes, 100.000 € oder Gegenwert in Landeswährung | selten mehr |
| Bank außerhalb von EU und EWR | Regeln des jeweiligen Landes | keine EU-Mindestdeckung |
Mit „Sitz“ ist der Sitz der Bank gemeint, nicht die Sprache der Website. Eine Bank mit deutscher Oberfläche kann ihren Sitz in Frankreich, den Niederlanden oder Malta haben. Welche Sicherung für dich gilt, steht im „Informationsbogen für den Einleger“, den jede Bank vor der Kontoeröffnung aushändigen muss.
Die Deckung von 100.000 € ist in allen EU-Ländern gleich hoch. Unterschiede gibt es bei der Frage, wie gut das Sicherungssystem gefüllt ist und wie stark der Staat im Hintergrund ist. Wer mehr als 100.000 € anlegen will, verteilt das Geld auf mehrere Banken. Alle Details, auch zu den Sonderfällen bis 500.000 €, stehen im Ratgeber zur Einlagensicherung.
Zinsgutschrift: monatlich, quartalsweise oder jährlich
Die Bank rechnet täglich, zahlt aber nur zu festen Terminen aus. Manche schreiben die Zinsen jeden Monat gut, andere jedes Quartal, einige nur einmal im Jahr. Ab der Gutschrift verzinst sich der Zins mit. Das ist der Zinseszinseffekt.
Er ist beim Tagesgeld klein.
| 10.000 € zu 2,5 % im Jahr (Beispielwert) | Zinsen nach zwölf Monaten |
|---|---|
| jährliche Gutschrift | 250,00 € |
| quartalsweise Gutschrift | 252,35 € |
| monatliche Gutschrift | 252,88 € |
Knapp drei Euro Unterschied im Jahr. Ein Zehntelprozentpunkt mehr Zins bringt bei diesem Betrag zehn Euro. Achte also zuerst auf den Zinssatz und erst danach auf den Gutschriftsrhythmus.
Einen echten Vorteil hat die monatliche Gutschrift beim Zinshopping. Wechselst du nach drei Monaten die Bank, sind die Zinsen schon auf dem Konto, und du musst nicht bis zur Kontoschließung warten. Wie sich Guthaben über viele Jahre entwickelt, zeigt dir unser Tagesgeldrechner.
Steuern auf Tagesgeldzinsen
Zinsen sind Einkünfte aus Kapitalvermögen. Darauf fallen 25 % Abgeltungsteuer an, plus 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Steuer und gegebenenfalls Kirchensteuer. Ohne Kirchensteuer sind das zusammen 26,375 % deiner Zinsen.
Steuerfrei bleibt der Sparerpauschbetrag von 1.000 € im Jahr, für zusammen veranlagte Ehepaare und eingetragene Lebenspartner 2.000 €. Damit die Bank die Steuer gar nicht erst abzieht, erteilst du ihr einen Freistellungsauftrag. Hast du mehrere Konten, teilst du den Betrag auf die Banken auf.
Vergisst du den Freistellungsauftrag, ist das Geld nicht verloren. Du holst dir die zu viel gezahlte Steuer über die Anlage KAP in der Steuererklärung zurück. Das dauert nur länger. Wie du den Betrag richtig verteilst und wann eine NV-Bescheinigung infrage kommt, erklärt der Ratgeber zum Freistellungsauftrag.
Tagesgeld bei Banken im EU-Ausland
Viele der höchsten Zinsen zahlen Banken aus anderen EU-Ländern. Du erreichst sie auf zwei Wegen: direkt über die deutschsprachige Website der Bank oder über eine Zinsplattform. Bei einer Plattform eröffnest du ein Konto bei einer deutschen Partnerbank und legst von dort mit wenigen Klicks bei verschiedenen ausländischen Banken an.
Drei Punkte unterscheiden das Auslandstagesgeld vom deutschen Konto:
- Steuer: Die ausländische Bank führt in der Regel keine deutsche Abgeltungsteuer ab. Dein Freistellungsauftrag wirkt dort nicht. Du trägst die Zinsen in der Anlage KAP ein, der Sparerpauschbetrag gilt trotzdem. Manche Länder behalten zusätzlich eine Quellensteuer ein, die du dir teils anrechnen oder zurückholen musst.
- Sicherung: Es zahlt die Einlagensicherung des Heimatlandes, nicht die deutsche. Den Anspruch musst du im Ernstfall dort geltend machen, möglicherweise in der Landessprache.
- Währung: In Ländern ohne Euro kann das Konto in Landeswährung geführt sein. Dann schwankt dein Guthaben in Euro gerechnet, und das kann den Zinsvorteil auffressen.
Für die meisten Sparer ist ein Auslandskonto dann sinnvoll, wenn der Zinsabstand zu deutschen Angeboten spürbar ist und die Bank in einem Land mit gutem Rating sitzt. Wie Quellensteuer und Plattformen im Einzelnen funktionieren, steht im Ratgeber Tagesgeld im Ausland.
Tagesgeld und Leitzins: die Lage im September 2026
Tagesgeldzinsen folgen mit Verzögerung dem Einlagensatz der Europäischen Zentralbank. Zu diesem Satz parken Banken überschüssiges Geld bei der Zentralbank. Liegt der Tagesgeldzins einer Bank weit darüber, zahlt sie drauf, um Kunden zu gewinnen. Liegt er weit darunter, verdient sie an deinem Geld.
Die EZB hat den Einlagensatz im Juni und September 2026 angehoben. Seit dem 16. September 2026 liegt er bei 2,50 %. Steigende Leitzinsen geben die Banken meist langsamer an Sparer weiter als sinkende. Vergleiche deshalb gerade in solchen Phasen. Wie sich die Sätze in den kommenden Monaten entwickeln, kann niemand verlässlich sagen, auch wir nicht.
Schritt für Schritt zum neuen Tagesgeldkonto
- Betrag festlegen. Überleg, wie viel du jederzeit verfügbar brauchst und wie viel du vielleicht fest anlegen könntest.
- Angebot wählen. Vergleiche in der Liste den Zins, die Dauer des Aktionszinses und die Obergrenze. Rechne über zwölf Monate.
- Einlagensicherung prüfen. Sitz der Bank und Sicherungssystem stehen im Informationsbogen für den Einleger.
- Konto eröffnen. Halte deinen Ausweis und die IBAN deines Girokontos bereit. Die Legitimation per Video oder Online-Ausweis dauert meist zehn Minuten.
- Freistellungsauftrag erteilen. Direkt bei der Eröffnung oder danach im Online-Banking. Verschiebe dafür, falls nötig, einen Teil von einer anderen Bank.
- Geld überweisen. Die Überweisung vom Girokonto ist in der Regel am nächsten Bankarbeitstag da.
- Enddatum notieren. Trag dir das Ende des Aktionszinses in den Kalender ein, zwei Wochen vorher.
Woran du ein unseriöses Angebot erkennst
Echtes Tagesgeld ist ein langweiliges Produkt. Wenn ein Angebot aufregend klingt, stimmt meistens etwas nicht. Betrüger bauen Websites bekannter Banken nach oder erfinden „Festgeld-Vermittler“, die mit Zinsen weit über dem Markt werben. Die folgende Liste hilft dir beim Aussortieren.
| Prüfpunkt | Seriös | Warnzeichen |
|---|---|---|
| Wer ist die Bank? | Name, Sitz und Aufsicht stehen im Impressum | nur ein Vermittler, keine Bank erkennbar |
| Zulassung | in der Unternehmensdatenbank der BaFin oder der Aufsicht des Heimatlandes zu finden | keine Zulassung auffindbar |
| Einlagensicherung | Informationsbogen für den Einleger vor der Eröffnung | Hinweise wie „vergleichbar abgesichert“ |
| Zins | in der Nähe der übrigen Angebote | deutlich über allen anderen Banken |
| Überweisung | auf ein Konto auf deinen Namen | auf ein Konto einer dritten Person oder Firma |
| Kontakt | Legitimation per Video, Online-Ausweis oder Post | Anruf, Druck, Frist „nur noch heute“ |
Am meisten sagt die Zeile zur Überweisung. Bei einer echten Bank überweist du auf ein Konto, das auf deinen eigenen Namen läuft. Sollst du Geld an einen Treuhänder oder eine andere Firma schicken, brich ab. Die BaFin führt auf ihrer Website eine Liste mit Warnungen vor unerlaubten Anbietern, in die du vorher schauen kannst.
Typische Fehler beim Tagesgeld
Den Stichtag verpassen. Der häufigste Fehler überhaupt. Nach dem Ende des Neukundenzinses liegt das Geld oft jahrelang zum niedrigen Bestandssatz, weil niemand nachschaut.
Alles auf eine Bank legen. Bis 100.000 € ist das unproblematisch. Darüber verteilst du auf mehrere Banken, sonst ist ein Teil nicht gesetzlich gesichert.
Freistellungsauftrag vergessen. Die Bank zieht dann Steuer ab, obwohl du sie nicht zahlen müsstest. Zurück gibt es sie erst mit dem Steuerbescheid.
Zu viel im Tagesgeld lassen. Geld, das du sicher in drei Jahren noch nicht brauchst, bringt im Festgeld oft mehr. Für Ziele in zehn oder mehr Jahren kann ein breit gestreuter ETF-Sparplan infrage kommen, mit Kursschwankungen als Preis.
Nur auf den Zins schauen. Eine Bank ohne Informationsbogen, mit unklarer Einlagensicherung oder außerhalb der EU ist ein anderes Produkt, auch wenn es Tagesgeld heißt.
Für wen Tagesgeld die richtige Wahl ist
Tagesgeld passt, wenn du Geld sicher parken willst, das du jederzeit brauchen könntest oder dessen Verwendung noch offen ist. Das gilt für den Notgroschen, für Rücklagen mit Ziel in den nächsten ein bis zwei Jahren und als Zwischenstation, bevor du Geld fest anlegst oder investierst.
Es passt schlechter, wenn du einen festen Betrag für einen festen Zeitraum sicher nicht brauchst. Dann sicherst du dir mit Festgeld den Zins, und die Bank kann ihn nicht mehr senken. Viele Sparer fahren mit einer Mischung gut: drei bis sechs Monatsausgaben im Tagesgeld, der Rest gestaffelt in Festgeld mit unterschiedlichen Laufzeiten.
Häufige Fragen
Kann ich auf einem Tagesgeldkonto Geld verlieren?
Den Nennwert nicht. Was du einzahlst, bleibt in Euro erhalten, und bis 100.000 € je Bank springt im Pleitefall die gesetzliche Einlagensicherung ein. Verlieren kannst du Kaufkraft: Liegt die Inflation über deinem Zins nach Steuern, kaufst du dir mit dem Guthaben später weniger. Mehr dazu im Ratgeber zum Sparen bei Inflation.
Wie viele Tagesgeldkonten darf ich haben?
So viele du willst. Es gibt keine gesetzliche Grenze. Praktisch begrenzt dich der Aufwand: Jedes Konto braucht eine Legitimation, einen Freistellungsauftrag und etwas Aufmerksamkeit, wenn der Zins sinkt. Drei bis vier Konten sind für die meisten Sparer gut zu überblicken.
Bekomme ich Zinsen, wenn ich das Geld nach zwei Wochen wieder abhebe?
Ja. Die Bank rechnet die Zinsen taggenau auf den jeweiligen Kontostand. Gutgeschrieben werden sie aber erst zum nächsten Zinstermin, also je nach Bank am Monats-, Quartals- oder Jahresende. Löst du das Konto vorher auf, zahlt die Bank die aufgelaufenen Zinsen bei der Schließung aus.
Kann ich vom Tagesgeldkonto direkt überweisen oder mit Karte zahlen?
In aller Regel nicht. Ein Tagesgeldkonto ist kein Zahlungsverkehrskonto. Du überweist nur auf dein hinterlegtes Referenzkonto, meist dein Girokonto. Von dort geht das Geld weiter. Eine Karte gibt es dafür normalerweise nicht.
Ist Tagesgeld bei einer Direktbank genauso sicher wie bei der Sparkasse?
Für die ersten 100.000 € je Person gilt bei beiden derselbe gesetzliche Anspruch. Die Wege sind verschieden: Sparkassen und Genossenschaftsbanken sichern sich über ihre Institutssicherung, private Direktbanken über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken und oft zusätzlich über den freiwilligen Einlagensicherungsfonds. Bei Banken aus dem EU-Ausland zahlt die Sicherung des Heimatlandes.
Muss ich Tagesgeldzinsen in der Steuererklärung angeben?
Bei einer deutschen Bank meist nicht, weil sie die Abgeltungsteuer direkt einbehält. Pflicht wird die Anlage KAP, wenn eine ausländische Bank keine deutsche Steuer abführt oder wenn du dir zu viel gezahlte Steuer zurückholen willst, etwa weil dein Freistellungsauftrag falsch verteilt war.
Was passiert mit dem Tagesgeld, wenn der Kontoinhaber stirbt?
Das Guthaben fällt in den Nachlass. Die Erben weisen sich gegenüber der Bank aus, meist mit einem Erbschein oder einem eröffneten Testament, das die Erbfolge klar belegt. Hast du eine Kontovollmacht über den Tod hinaus erteilt, kann die bevollmächtigte Person schon vorher verfügen.
Lohnt sich Tagesgeld für Kinder?
Oft ja, weil Kinder einen eigenen Sparerpauschbetrag haben und viele Banken Tagesgeld für Minderjährige anbieten. Die Eltern eröffnen das Konto, das Geld gehört aber rechtlich dem Kind. Was du dabei beachten musst, steht im Ratgeber zu Tagesgeld für Kinder.
Warum zahlt meine Hausbank so viel weniger als die Banken in der Liste?
Weil sie es kann. Viele Kunden lassen ihr Erspartes aus Bequemlichkeit dort liegen, wo das Girokonto ist. Direktbanken ohne Filialnetz werben dagegen gezielt um Einlagen und bezahlen dafür. Der Wechsel kostet dich eine Kontoeröffnung und etwa eine halbe Stunde.