Depot Vergleich: Wertpapierdepots nach Kosten

Ein Depot ist das Konto für deine Wertpapiere. Die meisten Unterschiede zwischen den Anbietern stecken in den Gebühren, und die fallen bei jedem Kauf und jeder Sparplanrate an.

  • Depotführung kostet bei Direktbanken und Neobrokern meist nichts, bei Filialbanken oft einen festen Jahresbetrag.
  • Bei Einzelkäufen zählt die Summe aus Ordergebühr, Börsenentgelt und Spread, nicht nur der beworbene Orderpreis.
  • Seit 1. Juli 2026 ist Payment for Order Flow auch in Deutschland verboten.
  • Wertpapiere im Depot sind Sondervermögen und gehören bei einer Pleite des Anbieters weiter dir.

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  1. Smartbroker+

    Depot

    Grundgebühr im Jahr0,00 €
    Order ab0 € ab 500 € (gettex)
    ETF-Sparplankostenlos
    Zinsen auf Guthaben2,25 %
    Handelsplatzgettex und 30 weitere

    Für dich, wenn du Orders ab 500 € kostenlos über gettex willst und trotzdem an Xetra oder ausländische Börsen möchtest.

    Einzelheiten

    0 € Ordergebühr über gettex bei Aktien, ETFs und Fonds ab 500 € Ordervolumen, darunter 1 €. An Tradegate, L&S und Xetra kostet die Order 4 € (Xetra zzgl. Entgelte). Zinsen auf dem Zinskonto der Baader Bank: 2,25 % p. a. variabel bis 100.000 €, darüber bis 1 Mio. € 2 %.

    Spricht dafür

    • Sparpläne auf Aktien, ETFs und Fonds ohne Ausführungsgebühr
    • Zinskonto mit 2,25 % bis 100.000 €
    • Viele Börsen im In- und Ausland wählbar

    Spricht dagegen

    • Orders unter 500 € kosten 1 €
    • Abseits von gettex und Premiumpartnern 4 € je Order plus Entgelte

    Quelle: Konditionen beim Anbieter, geprüft am 21.9.2026

  2. finanzen.net ZERO

    Depot

    Grundgebühr im Jahr0,00 €
    Order ab0 € ab 500 €, sonst 1 €
    ETF-Sparplankostenlos ab 1 €
    Zinsen auf Guthaben
    Handelsplatzgettex

    Für dich, wenn du nur über gettex handelst und keine Zinsen auf das Guthaben im Depot brauchst.

    Einzelheiten

    0 € Ordergebühr über gettex oder außerbörslich mit der Baader Bank, zzgl. Spread. Bei Orders unter 500 € Kurswert fällt 1 € Mindermengenzuschlag an. Sparpläne in ETFs, Aktien und Fonds ab 1 € Rate ohne Ordergebühr.

    Spricht dafür

    • Keine Ordergebühr ab 500 €
    • Sparpläne ohne Gebühr und ohne Mindermengenzuschlag
    • Handel werktags von 7:30 bis 23:00 Uhr

    Spricht dagegen

    • Nur gettex als Börse
    • Kein Zins auf das Verrechnungskonto belegt, ZERO verweist auf Geldmarkt-ETFs
    • Bruchstückhandel kostet 1 € je Order

    Quelle: Konditionen beim Anbieter, geprüft am 21.9.2026

  3. Scalable Capital

    FREE Broker

    Grundgebühr im Jahr0,00 €
    Order ab0,99 € (EIX)
    ETF-Sparplankostenlos ab 1 €
    Zinsen auf Guthaben2,60 %
    HandelsplatzEIX, gettex, Xetra

    Für dich, wenn du vor allem per Sparplan anlegst und selten einzeln kaufst.

    Einzelheiten

    Order über die eigene Börse European Investor Exchange (EIX) 0,99 €. PRIME-ETFs (Amundi, iShares, Vanguard, Xtrackers) ab 250 € ohne Ordergebühr. 2,60 % p. a. variabel auf dem Scalable Tagesgeld ohne Obergrenze, das Guthaben auf dem Broker-Konto selbst ist unverzinst.

    Spricht dafür

    • Sparpläne ab 1 € ohne Gebühr
    • 2,60 % Zinsen auf dem Tagesgeld ohne Obergrenze
    • Keine Grundgebühr

    Spricht dagegen

    • Aktienorders kosten auch bei großen Beträgen 0,99 €
    • Orders über gettex oder Xetra teurer als über EIX

    Quelle: Konditionen beim Anbieter, geprüft am 21.9.2026

  4. Trade Republic

    Depot

    Grundgebühr im Jahr0,00 €
    Order ab1 € (Bestpreis)
    ETF-Sparplankostenlos
    Zinsen auf Guthaben2,50 %
    HandelsplatzBestpreis oder 30 Börsen

    Für dich, wenn du einfach per App handeln willst und für jede Order den gleichen Festpreis zahlst.

    Einzelheiten

    Seit dem 2.7.2026 führt Trade Republic Orders zum Bestpreis über alle relevanten Börsen aus, Gegenpartei ist Trade Republic. Kosten: 1 € Abwicklungspauschale je Order zzgl. Spread. Wer die Börse selbst wählt (Direktpreis, z. B. Xetra, Euronext, Nasdaq), zahlt 2 € je Order. 2,5 % p. a. variabel auf das Guthaben.

    Spricht dafür

    • Festpreis von 1 € unabhängig von der Ordergröße
    • Sparpläne ohne Ausführungsgebühr
    • 2,5 % Zinsen auf das Guthaben

    Spricht dagegen

    • Beim Bestpreis ist Trade Republic selbst dein Handelspartner
    • Eigene Börsenwahl kostet 2 € je Order

    Quelle: Konditionen beim Anbieter, geprüft am 21.9.2026

  5. ING

    Direkt-Depot

    Grundgebühr im Jahr0,00 €
    Order ab4,90 € + 0,25 %
    ETF-Sparplankostenlos
    Zinsen auf Guthaben0,75 %
    HandelsplatzDirekthandel, Börsen

    Für dich, wenn du Girokonto und Depot bei einer Bank haben willst und vor allem ETF-Sparpläne besparst.

    Einzelheiten

    Ordergebühr 4,90 € + 0,25 % vom Kurswert, höchstens 69,90 €. Im Direkthandel keine Handelsplatzgebühr, an Xetra und Regionalbörsen 2,90 €. ETF-Sparpläne ab 1 € ohne Ausführungsgebühr, die reguläre Provision von 1,75 % übernehmen Vertriebspartner oder Bank. Unter 28 Jahren (Direkt-Depot Young) 1,90 € je Order. Nicht angelegtes Geld liegt auf dem Extra-Konto, das als Verrechnungskonto dient: 0,75 % p. a. variabel, für Neukunden 4 Monate 3,20 % bis 250.000 €. Die Zinsen kommen jährlich zum 31.12.

    Spricht dafür

    • Über 1.100 ETF-Sparpläne ohne Ausführungsgebühr
    • Ausgewählte ETFs ab 0 € Ordergebühr
    • Unter 28 Jahren nur 1,90 € je Order

    Spricht dagegen

    • Einzelorders deutlich teurer als bei Neobrokern
    • Aktien-Sparpläne kosten 1,5 % der Rate

    Quelle: Konditionen beim Anbieter, geprüft am 21.9.2026

  6. flatex

    Depot

    Grundgebühr im Jahr0,00 €
    Order ab5,90 € + 2 € Fremdkosten
    ETF-Sparplankostenlos
    Zinsen auf Guthabenkeine
    HandelsplatzBörsen und Direkthandel

    Für dich, wenn du öfter größere Orders aufgibst und einen festen Preis unabhängig vom Ordervolumen willst.

    Einzelheiten

    Orderprovision für Aktien 5,90 € zzgl. Spread. An Tradegate, Lang & Schwarz, Baader Bank, gettex, Quotrix und Société Générale kommt eine Fremdkostenpauschale von 2 € je Order dazu, an anderen Börsen variable Fremdkosten. Alle ETF- und Fondssparpläne 0 €. Guthaben auf dem Cash-Konto wird nicht verzinst (0,00 % laut Preis- und Leistungsverzeichnis ab 24.8.2026).

    Spricht dafür

    • Fester Preis auch bei großen Orders
    • Alle ETF- und Fondssparpläne ohne Ordergebühr
    • Neukunden: 20 Trades ohne Ordergebühr (Aktion, befristet, externe Kosten fallen an)

    Spricht dagegen

    • Kleine Orders mit rund 7,90 € teuer
    • Kein Zins auf das Guthaben belegt

    Quelle: Konditionen beim Anbieter, geprüft am 21.9.2026

  7. comdirect

    Depot

    Grundgebühr im Jahr0,00 €
    Order abab 9,90 €
    ETF-Sparplan1,5 % der Rate
    Zinsen auf Guthabenkeine
    HandelsplatzLiveTrading, Börsen

    Für dich, wenn du Beratung per Telefon, viele Börsenplätze und Girokonto aus einer Hand schätzt und dafür höhere Orderkosten akzeptierst.

    Einzelheiten

    Depots, die ab dem 15.7.2026 eröffnet wurden, kosten kein Depotentgelt. Order im Inland 4,90 € + 0,25 %, mindestens 9,90 €, höchstens 59,90 €, an Börsen zzgl. börsenplatzabhängigem Entgelt, im LiveTrading ohne. ETF-Sparpläne 1,5 % des Anlagebetrags. Das Preis- und Leistungsverzeichnis (Stand Juli 2026) nennt beim Verrechnungskonto keine Guthabenverzinsung, anders als beim Tagesgeld- und Girokonto.

    Spricht dafür

    • Kein Depotentgelt für neue Depots
    • LiveTrading ohne Börsenentgelt
    • 15 % Rabatt ab 125 Trades im Halbjahr

    Spricht dagegen

    • Mindestens 9,90 € je Order
    • Sparpläne kosten regulär 1,5 % jeder Rate
    • Ältere Depots zahlen ohne Aktivität 1,95 € im Monat

    Quelle: Konditionen beim Anbieter, geprüft am 21.9.2026

  8. Commerzbank

    DirektDepot

    Grundgebühr im Jahr0,00 €
    Order abab 9,90 €
    ETF-Sparplan2,50 € + 0,25 %
    Zinsen auf Guthabenkeine
    Handelsplatz64 Handelsplätze

    Für dich, wenn du schon Kunde der Filialbank bist und dein Depot dort führen willst, auch wenn es mehr kostet.

    Einzelheiten

    Depotführung kostenlos bei mindestens einer abgerechneten Order oder Sparplanausführung pro Quartal, sonst 0,175 % p. a., mindestens 4,95 € pro Quartal. Order 4,90 € + 0,25 %, mindestens 9,90 € (Inland). ETF-Sparpläne 2,50 € + 0,25 % je Ausführung, ab 25 €. Das Verrechnungskonto Plus ist ein Einlagenkonto ohne Habenverzinsung.

    Spricht dafür

    • Filialen und telefonische Order möglich
    • 50 % Rabatt auf den Ausgabeaufschlag bei vielen Fonds

    Spricht dagegen

    • Ohne Order im Quartal fällt eine Depotgebühr an
    • ETF-Sparpläne kosten bei jeder Rate
    • Telefonorder kostet 9,50 € extra

    Quelle: Konditionen beim Anbieter, geprüft am 21.9.2026

  9. Consorsbank

    Wertpapierdepot

    Grundgebühr im Jahr0,00 €
    Order abab 9,95 €
    ETF-Sparplankostenlos
    Zinsen auf Guthabenkeine
    Handelsplatz34 Börsen, außerbörslich

    Für dich, wenn du ETF-Sparpläne mit einer großen Direktbank willst und die Neukundenkonditionen im ersten Jahr nutzt.

    Einzelheiten

    Preismodell Silver: 4,95 € Grundpreis + 0,25 %, mindestens 9,95 €, höchstens 69 € je Order, zzgl. Handelsplatzkosten (Tradegate 0,95 €, außerbörslich bei StarPartnern 0 €). ETF-Sparpläne dauerhaft 0 % Sparplangebühr. Neukunden zahlen im Eröffnungsmonat und 12 Monate danach 0,95 € je Order über Tradegate. Für das Verrechnungskonto nennt die Consorsbank nur Sollzinsen, keinen Guthabenzins (Stand 16.9.2026).

    Spricht dafür

    • ETF-Sparpläne dauerhaft ohne Gebühr
    • Neukunden: 12 Monate 0,95 € je Order über Tradegate (Aktion, befristet)
    • Neukunden: 3,60 % auf das Tagesgeld für 5 Monate (Aktion, befristet)

    Spricht dagegen

    • Nach der Aktion mindestens 9,95 € je Order
    • Dauerhafter Zins auf das Guthaben nicht ausgewiesen

    Quelle: Konditionen beim Anbieter, geprüft am 21.9.2026

  10. DKB

    Depot

    Grundgebühr im Jahr0,00 €
    Order ab10 € bis 5.000 €
    ETF-Sparplan1,50 € je Ausführung
    Zinsen auf Guthabenkeine
    HandelsplatzTradegate, gettex, Quotrix

    Für dich, wenn du schon ein DKB-Girokonto hast und feste Orderpreise ohne Prozentrechnung willst.

    Einzelheiten

    Orderentgelt 10 € bis 5.000 €, 15 € bis 20.000 €, darüber 30 €. Über Tradegate, gettex, Quotrix und außerbörslich kein Ausführungsentgelt, an Xetra und Regionalbörsen 2,50 €. Sparplan 1,50 € je Ausführung. Für über 500 ETFs übernehmen Aktionspartner das Sparplanentgelt. Verrechnungskonto ist das DKB-Girokonto, Guthabenzins 0,00 %.

    Spricht dafür

    • Feste Orderpreise
    • Über 500 ETF-Sparpläne ohne Entgelt (Aktion)
    • Fonds ohne Ausgabeaufschlag

    Spricht dagegen

    • Setzt ein DKB-Girokonto als Verrechnungskonto voraus
    • 10 € auch für kleine Orders

    Quelle: Konditionen beim Anbieter, geprüft am 21.9.2026

  11. Scalable Capital

    PRIME+ Broker

    Grundgebühr im Jahr59,88 €
    Order ab0 € ab 250 € (EIX)
    ETF-Sparplankostenlos ab 1 €
    Zinsen auf Guthaben2,60 %
    HandelsplatzEIX, gettex, Xetra

    Für dich, wenn du mehrmals im Monat handelst und sich die Flatrate von 4,99 € im Monat dadurch bezahlt macht.

    Einzelheiten

    Trading-Flatrate 4,99 € im Monat. Über die European Investor Exchange (EIX) Orders ab 250 € ohne Ordergebühr, darunter 0,99 €. 2,60 % p. a. variabel auf dem Tagesgeld ohne Obergrenze, bei PRIME+ verteilt auf bis zu fünf Banken.

    Spricht dafür

    • Beliebig viele Orders ab 250 € ohne Gebühr
    • 2,60 % Zinsen ohne Obergrenze
    • Einlagensicherung bis zu 5 × 100.000 € über mehrere Banken

    Spricht dagegen

    • 59,88 € im Jahr, auch wenn du nicht handelst
    • Kostenlos nur über die eigene Börse EIX

    Quelle: Konditionen beim Anbieter, geprüft am 21.9.2026

Stand der Konditionen: 21.9.2026 Sortiert nach Grundgebühr im Jahr, dann nach den Kosten einer Aktienorder über 1.000 € am günstigsten Handelsplatz, bei Gleichstand nach Zinsen So vergleichen wir

Redaktion Kontenvergleich.net, geprüft im September 2026

Ein gutes Depot kostet dich im Jahr nichts für die Führung, wenig für jede Order und nichts oder fast nichts für Sparplanraten. Genau an diesen drei Stellen unterscheiden sich Filialbanken, Direktbanken und Neobroker am stärksten. Wer monatlich 100 € in einen ETF-Sparplan steckt, zahlt bei einem teuren Anbieter über die Jahre schnell dreistellige Beträge mehr als bei einem günstigen, ohne dafür irgendetwas zusätzlich zu bekommen. Die Liste oben ist nach Kosten sortiert. Hier unten steht, wie die Gebühren zustande kommen, was sich im Juli 2026 geändert hat und wie du das passende Depot für dich findest.

Filialbank, Direktbank, Neobroker: die drei Depotarten

Alle drei verwahren deine Wertpapiere auf dieselbe Weise. Der Unterschied liegt im Service und im Preis.

Filialbanken wie Sparkassen, Volksbanken oder die großen Privatbanken führen das Depot oft zusammen mit dem Girokonto. Du hast einen Berater vor Ort und kannst eine Order auch am Telefon oder am Schalter aufgeben. Das kostet: Viele verlangen eine jährliche Depotgebühr und einen Prozentsatz vom Ordervolumen mit Mindestentgelt. Wer nur einen Sparplan bespart, merkt die Gebühren kaum. Wer öfter kauft, sehr deutlich.

Direktbanken wie ING, DKB, comdirect oder Consorsbank arbeiten ohne Filialen. Das Depot ist meist kostenlos, Orders kosten einen festen Grundpreis plus einen kleinen Prozentsatz, und ETF-Sparpläne sind häufig gebührenfrei. Die Handelsplattform ist umfangreicher als bei den meisten Neobrokern, mit vielen Börsenplätzen und Ordertypen.

Neobroker sind App-Broker mit sehr niedrigen Orderpreisen, oft 1 € oder weniger pro Order, und Sparplänen ab kleinen Raten. Dafür beschränken sie sich auf wenige Handelsplätze. Wie diese Anbieter ihr Geld verdienen und was das Ende von Payment for Order Flow für sie bedeutet, steht im Ratgeber zu Neobrokern.

Filialbank Direktbank Neobroker
Depotgebühr häufig selten selten
Ordergebühr Prozent vom Volumen, mit Mindestentgelt Grundpreis plus Prozent fester Kleinbetrag
ETF-Sparpläne Auswahl oft klein große Auswahl, oft ohne Gebühr große Auswahl, oft ohne Gebühr
Handelsplätze alle deutschen Börsen Börsen und Direkthandel wenige, oft ein bis zwei
Beratung persönlich keine Anlageberatung keine Anlageberatung
Bedienung Filiale, Telefon, Online Online, Telefon fast nur App

Was ein Depot kostet

Anbieter werben gern mit einem einzigen Preis. Was du tatsächlich zahlst, setzt sich aus mehreren Posten zusammen.

Depotgebühr

Die Gebühr für die Verwahrung. Manche Banken berechnen einen festen Jahresbetrag, andere einen Promillesatz vom Depotwert. Bei Direktbanken und Neobrokern fällt sie meist weg. Achte auf Bedingungen: Mancher Anbieter erlässt die Gebühr nur, solange du eine bestimmte Zahl an Trades im Quartal machst oder ein Girokonto im Haus führst.

Ordergebühren

Das Entgelt der Bank für jeden Kauf und Verkauf. Es gibt drei Modelle: Festpreis pro Order, Grundpreis plus Prozentsatz, oder ein reiner Prozentsatz mit Mindest- und Höchstbetrag. Bei kleinen Ordern treffen dich die Mindestentgelte am härtesten. Bei 500 € Kaufsumme ist eine Gebühr von 10 € schon 2 % deines Geldes, bevor sich der Kurs bewegt hat.

Sparplangebühren

Sparplanraten kosten bei vielen Anbietern nichts, zumindest für ETFs. Andere berechnen einen Prozentsatz der Rate oder einen festen Betrag pro Ausführung. Bei kleinen Raten zählt jeder Cent. Wie viel eine Gebühr über Jahrzehnte ausmacht, zeigt der Sparplanrechner, wenn du die Rate einmal mit und einmal ohne Gebühr eingibst.

Fremdspesen und Börsenentgelte

Die Börse selbst verlangt für jede Ausführung ein Entgelt, dazu kommen Maklercourtage und Abwicklungskosten. Die Bank reicht diese Kosten als Fremdspesen an dich weiter, je nach Börse sind das einige Euro pro Order. Im beworbenen Orderpreis stecken sie oft nicht. Beim Kauf an Auslandsbörsen kommen höhere Fremdspesen hinzu, manchmal auch eine Gebühr für den Währungstausch.

Spread

Der Unterschied zwischen Kaufkurs (Brief) und Verkaufskurs (Geld). Du zahlst ihn bei jedem Kauf mit, er steht aber auf keiner Rechnung. Bei großen ETFs und Standardaktien ist er während der Hauptbörsenzeit sehr klein. Bei Nebenwerten, exotischen ETFs und abends oder am Wochenende kann er deutlich größer werden als jede Ordergebühr.

Payment for Order Flow: seit Juli 2026 verboten

Beim Payment for Order Flow (PFOF) zahlt ein Handelspartner dem Broker Geld dafür, dass dieser die Orders seiner Kunden zu ihm leitet. Dieses Modell hat viele Neobroker finanziert. Kritiker sahen darin einen Interessenkonflikt: Der Broker wählt den Handelsplatz dann nicht nur nach dem besten Preis für dich.

Die EU hat PFOF mit der Änderung der Finanzmarktverordnung MiFIR (Artikel 39a, eingeführt durch Verordnung (EU) 2024/791) verboten. EU-weit gilt das Verbot seit März 2024. Deutschland hat eine Übergangsfrist genutzt, die am 30. Juni 2026 endete. Seit dem 1. Juli 2026 dürfen auch Broker mit Kunden in Deutschland keine solchen Rückvergütungen mehr annehmen.

Für dich heißt das: Anbieter, die bisher über PFOF verdient haben, holen sich das Geld auf anderen Wegen. Möglich sind höhere Ordergebühren, Abo-Modelle, breitere Spreads oder eigene Handelsplätze. Prüfe deshalb bei deinem Broker das Preisverzeichnis mit Stand nach Juli 2026, auch wenn du dich längst an seine Preise gewöhnt hast.

Kosten, die nicht das Depot verursacht

Zwei Posten tauchen in keinem Depotvergleich auf, obwohl sie dein Geld genauso schmälern. Der erste sind die laufenden Kosten des Fonds selbst, angegeben als Gesamtkostenquote (TER). Die Fondsgesellschaft entnimmt sie direkt aus dem Fondsvermögen, du siehst sie also nie als Buchung. Bei breit streuenden ETFs liegt sie meist deutlich unter einem halben Prozent im Jahr, bei aktiv gemanagten Fonds oft darüber.

Der zweite ist der Ausgabeaufschlag bei aktiv gemanagten Fonds. Kaufst du sie über die Bank direkt bei der Fondsgesellschaft, sind mehrere Prozent der Kaufsumme üblich. Viele Direktbanken und Broker gewähren Rabatt darauf, oder du kaufst die Fonds an der Börse, wo statt des Aufschlags die normale Ordergebühr anfällt.

Beide Kosten stehen in der jährlichen Kostenaufstellung, die dir deine Bank nach MiFID II schicken muss.

Handelsplätze: Börse oder Direkthandel

Wenn du eine Order aufgibst, wählst du einen Handelsplatz. In Deutschland sind das die Börsen, also Xetra und die Regionalbörsen wie Frankfurt, Stuttgart, München oder Düsseldorf, und außerbörsliche Plattformen wie Tradegate, gettex, LS Exchange oder Quotrix. Beim Direkthandel (auch außerbörslicher Handel) handelst du direkt mit einem Market Maker, der dir einen verbindlichen Kurs stellt.

Xetra hat bei großen Werten die meisten Umsätze und entsprechend enge Spreads. Gehandelt wird dort von 9 bis 17:30 Uhr. Außerbörsliche Plattformen haben längere Handelszeiten, oft bis in den späten Abend. Außerhalb der Xetra-Zeiten fehlt ihnen aber der Referenzkurs, und die Spreads werden breiter.

Drei Regeln helfen im Alltag:

  1. Kaufe große ETFs und Aktien während der Xetra-Handelszeit. Dann sind die Spreads überall am engsten.
  2. Setze bei Einzelorders ein Limit. Eine Limitorder wird nur zu deinem Wunschkurs oder besser ausgeführt. Eine Market-Order dagegen zum nächsten verfügbaren Preis, und der kann bei dünnem Handel überraschen.
  3. Vergleiche die Gesamtkosten des Handelsplatzes. Eine Börse mit höheren Fremdspesen kann wegen des engeren Spreads trotzdem günstiger sein, vor allem bei großen Beträgen.

Neobroker bieten oft nur ein oder zwei Handelsplätze an. Für Sparpläne und gelegentliche Käufe großer ETFs reicht das. Wer Nebenwerte, Anleihen oder ausländische Aktien an deren Heimatbörse handeln will, braucht eher eine Direktbank.

Sparpläne im Depot

Ein Sparplan kauft regelmäßig für einen festen Betrag Anteile eines ETFs, Fonds oder einer Aktie. Du legst Rate, Rhythmus und Ausführungstag fest, die Bank bucht das Geld vom Verrechnungskonto ab und kauft zum Kurs des Ausführungstags. Weil der Betrag gleich bleibt, bekommst du bei niedrigen Kursen mehr Anteile und bei hohen weniger. Bruchstücke von Anteilen sind dabei normal.

Achte beim Vergleich auf vier Dinge: die Mindestrate (bei vielen Anbietern ab 1 € bis 25 €), die Kosten pro Ausführung, die Auswahl an sparplanfähigen ETFs und Aktien und die Frage, ob du Rate und Rhythmus jederzeit kostenlos ändern oder aussetzen kannst. Manche Anbieter bieten nur ausgewählte ETFs gebührenfrei an, alle anderen kosten.

Wie du einen Sparplan einrichtest, worauf du bei der Auswahl eines ETFs achtest und wie Rate und Laufzeit zusammenspielen, erklärt der Ratgeber zum ETF-Sparplan.

Steuern: Freistellungsauftrag und steuereinfaches Depot

Gewinne, Zinsen und Dividenden aus dem Depot sind Kapitalerträge. Darauf fallen 25 % Abgeltungsteuer an, dazu 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Steuer und gegebenenfalls Kirchensteuer. Steuerfrei bleiben im Jahr 1.000 € Kapitalerträge pro Person, bei Ehepaaren und eingetragenen Lebenspartnern 2.000 € (Sparerpauschbetrag nach § 20 Abs. 9 EStG).

Damit die Bank den Freibetrag berücksichtigt, erteilst du ihr einen Freistellungsauftrag. Hast du mehrere Konten und Depots, teilst du den Betrag auf. Die Summe aller Aufträge darf 1.000 € beziehungsweise 2.000 € nicht übersteigen.

Ein Depot bei einer Bank oder einem Broker mit Sitz oder Niederlassung in Deutschland ist steuereinfach. Die Bank führt die Steuer direkt ab, verrechnet Verluste mit Gewinnen, berücksichtigt die Teilfreistellung bei Fonds und zieht die Vorabpauschale ein. Du musst dich um nichts kümmern, solange du keine Verluste über Banken hinweg verrechnen willst oder dein persönlicher Steuersatz unter 25 % liegt.

Bei einem ausländischen Broker ohne deutsche Niederlassung ist das anders. Dort wird keine deutsche Abgeltungsteuer einbehalten. Du trägst alle Erträge selbst in die Anlage KAP und bei Fonds in die Anlage KAP-INV ein und rechnest auch die Vorabpauschale selbst aus. Das ist machbar, aber fehleranfällig. Wie die Besteuerung im Detail läuft, mit Verlusttöpfen und Teilfreistellung, steht im Ratgeber Steuern auf Aktien und ETFs.

Wie sicher dein Depot ist

Hier liegt ein Unterschied zum Tagesgeld, den viele nicht kennen. Deine Aktien, ETFs und Anleihen gehören dir, nicht der Bank. Sie sind Sondervermögen und werden getrennt vom Vermögen der Bank verwahrt. Geht die Bank pleite, fallen die Wertpapiere nicht in die Insolvenzmasse. Du kannst sie herausverlangen und auf ein anderes Depot übertragen lassen. Das kann dauern, am Wert ändert es nichts.

Etwas anderes gilt für das Geld auf dem Verrechnungskonto. Das ist eine Einlage wie auf dem Tagesgeldkonto und über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Kunde und Bank geschützt. Wie das genau funktioniert und welche Grenzen es gibt, steht im Ratgeber zur Einlagensicherung. Bei Neobrokern liegt das Geld teils bei Partnerbanken oder wird in Geldmarktfonds angelegt. Lies im Preisverzeichnis nach, wo genau.

Für einen seltenen Fall gibt es die gesetzliche Anlegerentschädigung. Kann eine Bank oder ein Wertpapierinstitut Wertpapiere nicht zurückgeben, weil sie etwa veruntreut wurden, zahlt die zuständige Entschädigungseinrichtung 90 % des Schadens, höchstens 20.000 € pro Anleger.

Vor Kursverlusten schützt keine dieser Einrichtungen. Fällt ein ETF um 30 %, ist das dein Verlust, egal bei welcher Bank er liegt.

Welches Depot zu dir passt

Den besten Anbieter für alle gibt es nicht. Es gibt den, der zu deinem Verhalten passt.

Du willst … Achte vor allem auf … Passende Depotart
nur einen ETF-Sparplan besparen Sparplangebühr, Mindestrate, ETF-Auswahl Direktbank oder Neobroker
mehrmals im Monat handeln Ordergebühr, Spread, Handelszeiten Neobroker oder Direktbank mit Festpreis
an Auslandsbörsen oder mit Anleihen handeln Börsenauswahl, Fremdspesen, Währungskosten Direktbank
persönliche Beratung Beratungsqualität, Depotgebühr, Ausgabeaufschläge Filialbank
ein Depot für dein Kind Juniordepot, Kosten bei kleinen Raten Direktbank oder Neobroker mit Kinderdepot

So prüfst du ein Angebot, bevor du es eröffnest:

  1. Preis- und Leistungsverzeichnis öffnen. Nicht die Werbeseite, sondern das PDF. Dort stehen Depotgebühr, Orderentgelte, Sparplankosten und Fremdspesen.
  2. Dein eigenes Jahr durchrechnen. Zahl der Sparplanraten, Zahl und Größe der Einzelorders, dazu die Fremdspesen des Handelsplatzes, den du nutzen würdest.
  3. Bedingungen suchen. Gilt ein Preis nur als Aktion, nur für bestimmte ETFs oder nur mit Girokonto im Haus?
  4. Handelsplätze prüfen. Kannst du dort kaufen, was du kaufen willst, und zu den Zeiten, zu denen du handelst?
  5. Steuerstatus klären. Führt der Anbieter die Abgeltungsteuer in Deutschland ab, oder musst du alles selbst erklären?

Für dein Kind gelten eigene Regeln bei Steuern und Eigentum, der Ratgeber zum Depot für Kinder erklärt sie.

Hast du schon ein teures Depot bei deiner Hausbank, musst du deine Papiere nicht verkaufen. Du kannst sie kostenlos in ein neues Depot übertragen lassen. Wie der Depotübertrag abläuft und was mit den Anschaffungsdaten passiert, steht im Ratgeber Depot wechseln.

Und ein Punkt, den kein Vergleich abnimmt: Wähle zuerst, was du anlegen willst und wie oft du handelst. Das Depot ist nur das Werkzeug dafür. Ein günstiges Depot macht eine riskante Anlage nicht sicherer, es macht sie nur billiger.

Häufige Fragen

Kann ich mehrere Depots bei verschiedenen Banken haben?

Ja, eine Grenze gibt es nicht. Beachte nur, dass du den Sparerpauschbetrag von 1.000 € (Paare 2.000 €) per Freistellungsauftrag auf die Banken aufteilen musst und Verluste nicht automatisch zwischen den Depots verrechnet werden. Dafür brauchst du eine Verlustbescheinigung und die Steuererklärung.

Brauche ich für ein Depot ein Girokonto bei derselben Bank?

Nein. Fast jedes Depot hat ein eigenes Verrechnungskonto, auf das du von deinem Girokonto überweist oder per Lastschrift einziehen lässt. Filialbanken koppeln das Depot manchmal an ein Girokonto im Haus, Pflicht ist das aber nicht.

Was passiert mit meinem Depot, wenn ich sterbe?

Das Depot fällt in den Nachlass. Die Bank sperrt Verfügungen, bis die Erben sich per Erbschein oder notariellem Testament mit Eröffnungsprotokoll ausweisen, und meldet den Depotwert dem Finanzamt. Eine Vollmacht über den Tod hinaus erleichtert den Übergang.

Wie lange dauert die Eröffnung eines Depots?

Online meist zwischen wenigen Minuten und einigen Tagen. Den größten Teil der Zeit braucht die Identifizierung per Video, Online-Ausweisfunktion oder Postident. Wie das abläuft, steht im Ratgeber Depot eröffnen.

Kostet ein Depot, in dem nichts liegt, trotzdem Geld?

Bei Anbietern mit fester Depotgebühr ja, denn sie berechnen den Betrag unabhängig vom Inhalt. Bei gebührenfreien Depots kostet ein leeres Depot nichts. Manche Anbieter verlangen aber Gebühren für Inaktivität oder für Papierpost, das steht im Preis- und Leistungsverzeichnis.

Darf die Bank mein Depot einfach kündigen?

Ja, mit der Frist aus ihren Geschäftsbedingungen, bei Privatkunden meist zwei Monate. Deine Wertpapiere verliert du dadurch nicht. Du nennst der Bank ein neues Depot, und sie überträgt die Papiere dorthin.

Sind Bruchstücke von Aktien und ETFs übertragbar?

Meist nicht. Beim Depotwechsel gehen in der Regel nur ganze Stücke über, die Nachkommastellen aus Sparplänen verkauft die alte Bank oder sie bleiben dort liegen. Der Verkauf kann Steuern auslösen.

Muss ich ausländische Dividenden gesondert versteuern?

Bei einer deutschen Bank rechnet sie die ausländische Quellensteuer bis zur Höhe des Doppelbesteuerungsabkommens auf die Abgeltungsteuer an. Was darüber hinaus einbehalten wurde, holst du dir nur über einen Antrag im Ausland zurück. Beim ausländischen Broker trägst du alles selbst in die Anlage KAP ein.

Wie finde ich heraus, was mich mein Depot im letzten Jahr gekostet hat?

Seit MiFID II schickt dir jede Bank einmal im Jahr eine Kostenaufstellung, oft im Postfach des Onlinebankings. Dort stehen Dienstleistungskosten und Produktkosten in Euro. Nimm sie als Grundlage, wenn du Anbieter vergleichst.

Ratgeber zu Depot