Studentenkonto: was es bringt und was nach dem Studium kommt

Viele Banken locken Studierende mit einem kostenlosen Konto. Der Haken sitzt meist nicht im Studium, sondern im Jahr danach.

Redaktion Kontenvergleich.net Stand: 5 Minuten Lesezeit

Ein Studentenkonto ist ein Girokonto, das die Bank für Studierende kostenlos oder verbilligt führt, solange du eingeschrieben bist und eine Altersgrenze nicht überschreitest. Ob sich das lohnt, hängt weniger vom Studium ab als von dem, was danach kommt. Denn es gibt inzwischen reguläre Girokonten, die für alle kostenlos sind, ohne Nachweis und ohne Ablaufdatum. Wer so ein Konto wählt, muss nach dem Abschluss nicht wechseln. Ein echtes Studentenkonto hat Vorteile, wenn du eine Filiale in Uninähe willst oder einen Dispo brauchst, den dir eine Direktbank ohne Einkommen nicht gibt.

Studentenkonto oder normales Gratiskonto?

KriteriumStudentenkontokostenloses Konto für alle
Kosten im Studiummeist 0 €0 €, eventuell mit Bedingung
Nachweis nötigImmatrikulationsbescheinigung, oft jedes Semester oder jedes Jahrnein
Altersgrenzeja, je nach Bank meist Mitte bis Ende zwanzignein
Nach dem StudiumUmstellung auf reguläres Modell, oft mit Gebührläuft weiter wie bisher
Filialebei Sparkasse, Volksbank und Großbanken jameist nur online
Dispo ohne Einkommenmanchmal ein kleiner Rahmenmeist nicht

Viele kostenlose Konten für alle haben eine Bedingung, etwa einen monatlichen Mindestgeldeingang. Mit Nebenjob und BAföG erreichst du den oft. Wenn nicht, hilft der Überblick zum kostenlosen Girokonto ohne Bedingungen.

Wo das Studentenkonto teuer wird

Die Altersgrenze. Sie liegt je nach Bank irgendwo zwischen dem 25. und dem 30. Geburtstag. Wer spät anfängt, ein Masterstudium anhängt oder promoviert, fällt schon während des Studiums heraus. Schau vor der Eröffnung ins Preis- und Leistungsverzeichnis, bis zu welchem Alter das Angebot gilt.

Der Nachweis. Das kostenlose Modell gibt es nur mit aktueller Immatrikulationsbescheinigung. Manche Banken holen sie jedes Semester ein, andere einmal im Jahr. Wer den Termin verpasst, zahlt Gebühren.

Die Umstellung nach dem Abschluss. Nach der Exmatrikulation stellt die Bank das Konto auf ihr reguläres Modell um. Bei Filialbanken kostet das meist monatliche Kontoführungsgebühren, dazu oft die Girocard. Viele Absolventen merken das erst Monate später am Kontoauszug.

Was du zur Eröffnung brauchst

  • Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung
  • die Immatrikulationsbescheinigung, bei Studienbeginn reicht oft der Zulassungsbescheid
  • deine Steuer-Identifikationsnummer
  • ein Smartphone für Video-Ident oder den Weg zur Post oder Filiale

Internationale Studierende brauchen oft zusätzlich einen Aufenthaltstitel. Ohne festen Wohnsitz ist die Eröffnung bei manchen Banken schwierig. Dann hilft das Recht auf ein Basiskonto: Jede Bank, die Konten für Verbraucher anbietet, muss es dir mit wenigen Ausnahmen eröffnen.

Dispo im Studium: klein halten

Einige Banken räumen Studierenden einen kleinen Dispo ein, auch ohne festes Einkommen. Das klingt nach Sicherheit, ist aber eine teure Form von Kredit. Die Zinsen liegen weit über denen eines Ratenkredits.

Wenn das Konto am Monatsende regelmäßig im Minus steht, liegt das Problem meist im Budget, nicht im Kontomodell. Was ein Dauer-Dispo kostet und wie du ihn wieder loswirst, steht im Ratgeber zum Dispokredit.

Kreditkarte und Auslandssemester

Für ein Auslandssemester ist die Karte wichtiger als das Konto. Eine Girocard funktioniert außerhalb Europas oft nicht, und viele Banken berechnen für Zahlungen in fremder Währung einen Aufschlag. Eine Debit- oder Kreditkarte ohne Auslandseinsatzentgelt spart hier schnell mehr, als die Kontoführung im ganzen Studium kostet. Worauf es dabei ankommt, erklärt der Ratgeber Kreditkarte im Ausland.

Ohne Einkommen bekommst du nicht immer eine klassische Kreditkarte. Debitkarten mit Visa- oder Mastercard-Logo reichen für Onlinekäufe und das Abheben im Ausland fast immer aus. Nur Autovermietungen verlangen oft eine echte Kreditkarte für die Kaution.

Nach dem Abschluss: so gehst du vor

Der Übergang ins Berufsleben ist der Moment, in dem das Konto am häufigsten zu teuer wird. Mit dieser Reihenfolge vermeidest du das:

  1. Umstellungsdatum herausfinden. Frag bei deiner Bank nach, wann das Studentenmodell endet: mit der Exmatrikulation, zum Ende des Semesters oder erst mit der Altersgrenze. Das steht meist im Preis- und Leistungsverzeichnis.
  2. Das neue Modell prüfen. Die Bank schreibt dich vor der Umstellung an. Lies, was das Konto danach kostet, und rechne es aufs Jahr hoch.
  3. Vergleichen, solange noch Zeit ist. Viele Konten sind mit Gehaltseingang kostenlos. Mit dem ersten Job erfüllst du die Bedingung oft ohne Mühe.
  4. Wechseln, bevor das erste Gehalt kommt. Gib dem Arbeitgeber gleich die neue IBAN. Dann musst du später nur Daueraufträge und Lastschriften umziehen.
  5. Das alte Konto kündigen. Erst, wenn alles umgezogen ist. Wie das geht, steht im Ratgeber Girokonto kündigen.

Bleibst du bei deiner Bank, frag trotzdem nach. Manche Banken bieten Berufseinsteigern ein günstigeres Modell an, wenn man danach fragt.

Welches Konto zu welchem Studenten passt

Du studierst in der Regelstudienzeit und willst dich nicht kümmern: Nimm ein Konto, das für alle kostenlos ist. Dann ist die Frage nach dem Abschluss erledigt.

Du willst eine Filiale in der Nähe, zahlst Bargeld ein oder brauchst Beratung: Ein Studentenkonto bei einer Filialbank passt. Trag dir die Altersgrenze und das Ende des Studiums in den Kalender und vergleiche dann neu.

Du gehst ins Ausland: Achte zuerst auf die Karte, dann auf das Konto.

Wer später wechseln will, nutzt die gesetzliche Kontowechselhilfe. Wie das Schritt für Schritt geht, steht im Ratgeber Girokonto wechseln. Aktuelle Angebote findest du auf der Girokonto-Seite.

Aktuelle Angebote: Girokonto

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  1. C24 Bank

    C24 Smart

    Kosten im Jahr0,00 €
    Monatspreis ohne Bedingung0,00 €
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  2. DKB

    Girokonto Unser Tipp für Reisende

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    Karte inklusiveVisa Debit
    Dispozins7,91 %
    BargeldWeltweit frei (Aktiv)

    Für dich, wenn regelmäßig mindestens 700 € eingehen und du auch außerhalb des Euroraums zahlst und abhebst.

  3. comdirect

    Girokonto Aktiv

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    Monatspreis ohne Bedingung4,90 €
    Kostenlos bei700 € Eingang oder Nutzung
    Karte inklusiveVisa Debit
    Dispozins8,90 %
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    Für dich, wenn du Konto und Depot bei einer Bank willst und gelegentlich mit dem Handy bezahlst.

Stand der Konditionen: 21.9.2026 Sortiert nach Kosten im Jahr bei 1.000 € Geldeingang im Monat, bei Gleichstand nach Dispozins So vergleichen wir

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Häufige Fragen

Gilt ein Studentenkonto auch für Azubis und Schüler?

Bei den meisten Banken ja. Die Angebote heißen oft Jugend-, Azubi- oder Startkonto und laufen nach denselben Regeln: kostenlos bis zu einer Altersgrenze, solange du einen Nachweis über Schule, Ausbildung oder Studium einreichst.

Was passiert, wenn ich die Immatrikulationsbescheinigung vergesse?

Die Bank erinnert dich meist ein oder zwei Mal. Kommt kein Nachweis, stellt sie das Konto auf das reguläre Modell um, oft mit Kontoführungsgebühr. Reichst du den Nachweis später nach, stellen viele Banken wieder zurück, rückwirkend erstatten sie die Gebühren aber nicht immer.

Kann ich als Student ohne Einkommen ein Girokonto eröffnen?

Ja. Ein Girokonto auf Guthabenbasis bekommst du auch ohne Einkommen. Schwierig wird es erst mit Dispo oder Kreditkarte, weil die Bank dafür ein regelmäßiges Einkommen sehen will. Im Notfall hast du Anspruch auf ein Basiskonto.

Brauche ich für BAföG ein bestimmtes Konto?

Nein. BAföG geht auf das Girokonto, das du im Antrag angibst und das auf deinen Namen läuft. Ein Studentenkonto ist dafür keine Voraussetzung.

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